Samstag, 22. März 2014

Auf der Suche nach...

Glück...

...hat ca 24.700.000 Suchergebnisse bei Google

...wird vom Duden definiert als 
1. etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals
2. das personifiziert gedachte Glück; Fortuna
3. a) angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat; Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung
    b) einzelne glückliche Situation; glückliches Ereignis, Erlebnis

...der erste Treffer bei der Suche nach Glück mittels Google ist der Wikipedia-Eintrag zu Glück
   - der zweite führt zu einer Zitatseite

...von den ersten 10 Bildern, die die Google Bildersuche ausspuckt, sind auf 9 Bildern vierblättrige Kleeblätter abgebildet, zwei Bilder zeigen zusätzlich einen Marienkäfer, eines ein Schwein und ein Bild zeigt ein Zitat von Marc Aurel "Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab"


Wir suchen also ziemlich häufig nach dem Glück. Ob im richtigen Leben oder im Internet.
Oft fällt es uns schwer das Glück in Worte zu fassen und manchmal braucht es ein aussagekräftiges Symbol.
Gläubige Menschen sagen, Eva habe ein vierblättriges Kleeblatt aus dem Paradies mitgenommen und so besäße jeder ein kleines Stück Paradies, der ein solches Kleeblatt sein Eigen nennen darf.
Für die anderen ist es die Seltenheit der Mutation die es zu einem Glückssymbol macht.
So könnte ein mutiert giftiger Apfel doch mindestens genauso gut als Wahrzeichen für Glück durchgehen oder?! ;)

Die Beschaffenheit meiner Gedanken, soll als Einfluss auf mein Glück haben.
Lieber Herr Aurel. Wir zwei gehen hier absolut d'accord.
Ich predige nicht zum ersten Mal, dass es sich lohnt auf die kleinen Dinge im Leben zu achten und dass sich daraus das Glück oft erst ergibt.

Das erste Zitat auf der oben erwähnten Zitatseite stammt von Charles-Louis de Montesquieu, ein französischer Schriftsteller und Philosoph, der aber auch politisch sehr aktiv war und als Vordenker der Aufklärung gilt.
"Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind."

Glück assoziieren wir gemeinhin als positiv, wenngleich es auch hier Schattenseiten geben mag.
In Zeiten von Facebook und Co teilen wir unseren Badeurlaub in der Karibik, das Foto vom neuen Flitzer und wenn wir doch mal etwas negatives posten, dann erstrecht um uns gekonnt in Pose zu setzen und uns durch das virtuelle Mitgefühl anderer bestätigt zu fühlen.
Aber hey, geteiltes Leid ist halbes Leid und irgendwie fühlt man sich eben weniger allein wenn man die Worte und Likes der anderen erhält.
Das klingt jetzt alles ganz schön sozialkritisch für einen Menschen, der eigentlich genau das auch macht.
Ich poste auch aus meinem Urlaub und freue mich wenn andere das Bild von meiner Urkunde zum bestandenen Staatsexamen mit einem nach oben gerichteten Daumen belohnen.
Und ja, ich gebe zu, wenn ich ein Bild von einem riesigen blauen Fleck, entstanden auf der letzten Party teile, dann freue ich mich auch über Mitleid.
Auch wenn dies ein ideales Beispiel der "Guck mal was mir schlimmes passiert ist"-Bilder ist, die eher anmuten wie die Antworten auf die Frage des Personalchefs an den Bewerber;
"Was sind ihre negativen Eigenschaften?"
"Ich bin zu ehrgeizig, ich kann nicht nein sagen und man sagt ich habe zu viel Freude daran meine Energie in die Arbeit zu stecken!".
Aber wenn wir mal ehrlich sind, muss man doch zugeben, dass Pleiten, Pech und Pannen tatsächlich erträglicher sind wenn man sie öffentlich teilt. Vorausgesetzt man besitzt ein Mindestmaß an Selbstironie.

In Hundemist getreten. "Sch****". Foto machen, auf Facebook posten und über sich selbst lachen.
Schon besser.

Und auch bei wahrem Pech konnten soziale Netzwerke schon weiterhelfen, einfach weil sie eine breitere Masse erreichen. Der vermisste Kater, der bei einem Facebook-Freund des Freundes der Cousine aufgetaucht war, oder die Organisation von Spenden und Hilfen für Opfer von Naturkatastrophen.
Gerade kleinere Organisationen haben hier die Chance sich zu vergrößern.
(Kurze Schleichwerbung: "Animals Liberty" sind einfach klasse und erfreuen sich nicht zuletzt dank sozialer Netzwerke immer größerer Beliebtheit. Woher ich sie kenne? Facebook.)
Genug dazu!

Immer wieder zeigt sich auch, Glück ist relativ.
Es mag ja sogar Menschen geben, die den Aberglauben vertreten, dass ausgerechnet in Hundemist zu treten Glück bringt.
Und doch müssen wir Tag für Tag unsere Taschen kontrollieren um nachzusehen, ob wir auch ausreichend Kotbeutel parat haben.
Irgendwie scheint sich das mit dem Glücksbringer "Häufchen" noch nicht herumgesprochen zu haben...



Was ist euer persönlicher Glücksbringer?

Für mich ist einer meiner Glücksbringer (davon kann man ja nicht genug haben ;D) mein Ehering.
Den habe ich sowieso immer bei mir, für mich sehr praktisch. Ich vergesse alles und das überall... 
Für meinen Mann zum Beispiel, ist es ein abgebrochener Bremshebel seines ersten Motorrads.
Als ich ihn fragte warum gerade der, weil ich fände dass das ja eher ein Symbol für ein Missgeschick sei und daher Pech bringe, sagte er nur "bis jetzt nicht".
Es sind meist Gegenstände mit denen wir ganz individuell etwas verbinden und einen großen persönlichen Wert für uns haben.

Also lasst mich doch mal wissen, was ist es bei euch?





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